Wie Sie in 5 Schritten dem Jammertal entkommen

Wie Sie in 5 Schritten dem Jammertal entkommen

 

Wenn etwas in jeder Firma läuft, dann ist es die Kaffeemaschine. Denn genau dort treffen sich häufig die Jammerer und Nörgler unter der Belegschaft. Der Balkon mit der traumhaften Aussicht über die Stadt oder die neu eingerichtete Teeküche laden zum Gipfeltreffen der negativen Opfergeschichten. Nahezu jeder von uns kennt solche Situationen, in welchem wir einmal ordentlich Dampf ablassen wollen. Und wir sind dankbar für jede Person, die uns dabei zuhört und uns zumindest für ein paar Minuten das Gefühl gibt, verstanden zu werden. Meist geht es uns dann auch wieder besser und wir verspüren wieder mehr Motivation. Aber was ist, wenn solche Kaffeekränzchen überhand nehmen? Wenn aus zwei täglichen Pausen plötzlich zehn werden? Wenn der Kopf nicht mehr frei ist und nur mehr von negativen Gedanken gesteuert wird? Der Weg dorthin geschieht meist völlig unbemerkt, und plötzlich wundern wir uns, warum unsere Energie schwindet, wir nur noch Probleme sehen und glauben, das Unternehmensklima verschlechtert sich zunehmend. Dann sind wir im sogenannten Jammertal angekommen. Alles um uns scheint sich nur noch gegen uns zu stellen. Es werden Feindbilder auserkoren und es erfolgt eine gegenseitige Einladung zu regelmäßigen „Opferclub-Treffen“. Aber woher kommt dieses Phänomen des Jammerns und wie können wir dem entgegen steuern?

Häufig liegt die Ursache nicht wie vermutet in der Unternehmenskultur oder in der Gesellschaft. Wir machen es uns im Leben oft sehr einfach und finden die Ursachen sofort im „Außen“. Meist ist der Grund für die Neigung zum Jammern in der eigenen Kindheit zu finden. Viele Kinder neigen zum Jammern, wenn ihnen gewisse Dinge verwehrt bleiben. Und sehr viele waren mit dieser Strategie erfolgreich und lernten schnell, dass sich Jammern auszahlt. Denn Eltern, Lehrer oder die jeweilig verantwortliche Person gaben gerne nach, wenn der Widerstand bzw. die Beharrlichkeit zu groß wurden. Dieses Verhaltensmuster der erfolgreichen Jammerstrategie prägte sich tief in unseren biologischen Arbeitsspeicher ein. Wenn im späteren Leben dann Unzufriedenheiten auftreten, greifen wir unbewusst auf unsere gelernte Jammerstrategie zurück. Mit dem feinen Unterschied, dass das gewohnte Ergebnis jetzt plötzlich nicht mehr so eintritt, als es früher der Fall war. Was folgt sind Frust, Verbitterung, endlose Rechtfertigungen und Schuldzuweisungen. Der Fokus auf Probleme versperrt uns die Sicht auf Lösungen. Wie schaffen wir es nun, aus dieser energieraubenden  „Jammer-Falle“ auszubrechen? Dazu gibt es 5 hilfreiche Schritte:

Schritt 1: Eingestehen, dass ich im Jammertal bin

Nur wer sich selbst ehrlich eingestehen kann, dass er sich in der Jammer-Falle befindet, hat die Chance, dauerhaft dagegen zu steuern. Ähnlich wie es für Raucher und Alkoholiker das Eingeständnis der Sucht benötigt, ist es in diesem Fall wichtig zu akzeptieren, was ist. Hinweise von Dritten wirken dabei allerdings kontraproduktiv, denn der Angesprochene fühlt sich belehrt und bloßgestellt.

Schritt 2: Bewusste Entscheidung treffen, sich auf positive Dinge zu konzentrieren

Unsere Gedanken prägen unsere Handlungen. „Jammer-Themen“ haben immer ihren Ursprung bei negativen Gedanken. Ein bewusster Schwenk hin zu positiven Dingen lässt die Quelle fürs Jammern versiegen.

Schritt 3: Den Fokus auf die Ziele legen

Jammern ist sehr energie- und zeitraubend. Es ist wesentlich befriedigender, diese Energie in die Erreichung der Ziele zu legen als sie sinnlos zu verschwenden. Durch Jammern rückt man dem Ziel keinen Millimeter näher. Hingegen Eigenlob für jeden Schritt zur Zielerreichung kann äußerst motivierend wirken.   

Schritt 4: Vermeiden Sie den Kontakt mit Jammer-Themen

Häufig werden wir ungewollte Beiwohner oder Beteiligte von Jammer-Gesprächen. Vermeiden Sie solche Gesprächspartner. Wenn dies nicht möglich ist, dann sprechen Sie die Person bewusst darauf an, dass Sie für bestimmte Themen nicht zur Verfügung stehen. Das mag zwar im ersten Moment unhöflich klingen, Sie tun sich und dem Gegenüber damit einen wesentlich größeren Gefallen, als wenn Sie verständnisvoll zuhören oder gar zustimmen. 

Schritt 5: Bei Unzufriedenheit überprüfen ob sich die Situation verändern lässt.

Auch wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen. Wir haben im Leben immer drei Wahlmöglichkeiten, wenn wir mit Situationen unzufrieden sind. Take it – Change it – Leave it. Anstatt ins Jammertal abzugleiten, macht es mehr Sinn, eine Entscheidung zu treffen. Ganz oft besteht die Möglichkeit des „Leave it“ – sprich dem geistigen Loslassen eines Problems. 

Wer dem Jammern die rote Karte zeigt hat mit Erfolg seine Komfortzone verlassen. Auch wenn man sich anfangs durch das Ausbleiben der mitjammernden Gesprächspartner einsam fühlt, stellt sich sehr schnell ein Gefühl der Befreiung ein, welches für zusätzliche Motivation sorgt.

Am Ende sei gesagt, dass Kaffeemaschinen in Unternehmen eine äußerst wichtige Einrichtung sind und den sozialen Kontakt unter Mitarbeitern fördern.

 

Wie neugedachtes Wachstum Mitarbeiter begeistert und Erfolg sichert

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Wachstum wachsenDer Mythos Wachstum über den bereits tausende Bücher geschrieben wurden erlebt eine Renaissance. Allerdings befassen wir uns zunehmend mit den negativen Auswirkungen von Wachstum und fragen uns, wo die Grenzen sind. Gibt es überhaupt eine Beschränkung, oder ist es die Geschwindigkeit des Wachstums, die uns so nachdenklich stimmt? Wachsen wird meist im Kontext von Umsatz, Gewinn und ökologischer Ressourcenverschwendung gesehen. Dem gegenüber steht das qualitative Wachstum, welches vielfach zu einer Verringerung der eingesetzten Mittel sowie kurzfristig geringeren Erträgen führt. Qualitative Steigerungen wirken aber deutlich nachhaltiger und bieten allen Beteiligten mehr Sicherheit und sorgen für Orientierung.

Die Planbarkeit in einer sich immer schneller verändernden Welt wird immer ungenauer. Unternehmen, welche es jahrelang gewohnt waren, von Jahr zu Jahr auf exakt kalkulierte Budgets hinzuarbeiten, geraten in Turbulenzen. Insbesondere dann, wenn parallel zu den finanziellen Lücken sich noch andere Parameter verändern, und solche gibt es zuhauf. Der Führungsstil „Management by Excel“ funktioniert plötzlich nicht mehr. Die bisherigen Formeln des klassischen Wachstums haben ausgedient und werden durch jene des qualitativen Wachstums ersetzt.

Es ist nicht mehr das Wissen alleine der Schlüssel zum Erfolg. In einer rasant digitalisierenden Welt geht es künftig darum, mit der steigenden Komplexität flexibel umgehen zu können. Der Grad der Veränderungsbereitschaft bei Mitarbeitern und Führungskräften wird der entscheidende Faktor sein, um erfolgreich zu sein.   

Menschen sind aber nur dann zu Veränderungen bereit, wenn sie darin einen Sinn und Nutzen erkennen. Wenn Sie wertgeschätzt werden und ein Zugehörigkeitsgefühl gegeben ist. Und nur dann sind nachhaltige Verhaltensänderungen möglich. Besonders Führungskräfte stehen künftig vor einer enormen Herausforderung, denn die fachliche Qualifikation wird zunehmend von den emotionalen und sozialen Kompetenzen abgelöst.

Damit Unternehmen nachhaltig erfolgreich sind, müssen sie ihren Fokus auf die richtige Auswahl der Führungskräfte und deren Entwicklung legen. Und emotional intelligentes Leadership ist die Grundvoraussetzung für begeisterte Mitarbeiter. In Summe sind das die entscheidenden Faktoren für das überlebensentscheidende qualitative Wachstum von Unternehmen.